Bücher schrei­ben lernen

Mirjam Koller Fantastisch schreiben - Schreibcoach

Kann jeder ein Buch schreiben?

Ein Buch schrei­ben kann jeder, der es wirk­lich möchte. Bücher zu schrei­ben ist auch gar nicht so schwer.
Erfolg­rei­che Bücher zu schrei­ben und zu ver­öf­fent­li­chen, ist dann schon etwas schwe­rer. Und Bücher zu schrei­ben, die von einem renom­mier­ten Ver­lag ver­öf­fent­licht wer­den, ist dann rich­tig schwer.
Doch auch hier­für brin­gen viel mehr Men­schen die Vor­aus­set­zun­gen mit, als man zunächst denkt. Aber was genau braucht man nun, um Autor zu werden?

Zunächst ein­mal möchte ich vor­aus schi­cken, was man sicher nicht braucht.
Um ein Buch zu schrei­ben braucht man kein Abitur und auch kei­nen Stu­di­en­ab­schluss. Viele Ger­ma­nis­ten haben kei­nen ein­zi­gen Roman ver­öf­fent­licht und Ver­lage sowie Agen­tu­ren ver­lan­gen kei­nen Stu­di­en­nach­weis, bevor sie ein­ge­sandte Manu­skripte lesen.
Die bril­lante Autorin Nora Roberts ist der lebende Bei­weis: Sie been­dete ihre Schul­lauf­bahn mit der High School, das ent­spricht unse­rer Mit­tel­schule. Den­noch hat sie über 200¹ Romane geschrie­ben und bei gro­ßen Ver­la­gen ver­öf­fent­licht. Über 195 ihrer Werke lan­de­ten auf der New-York-Times Best­sel­ler­liste. Sie hat zahl­rei­che begehrte Preise gewon­nen und ist eine der bekann­tes­ten und erfolg­reichs­ten Autorin­nen welt­weit!
Es geht also tat­säch­lich ohne Stu­dium. Aber wie? Was braucht man, um gute Bücher zu schreiben?

Sicher ist es vor­teil­haft, wenn du gerne krea­tiv bist, bereits eine Idee für einen Roman hast und du deine Gedan­ken gerne zu Papier bringst. Wenn du noch dazu ein Gespür für gute Geschich­ten hast, gerne Bücher liest und gute Recht­schreib- und Gram­ma­tik­kennt­nisse besitzt, sind das sehr gute Vor­aus­set­zun­gen. Das sind Eigen­schaf­ten und Fähig­kei­ten, die für Autoren ganz typisch sind.

Vor­teil­haft ist es zudem, wenn Du in der Lage bist, ange­fan­gene Arbei­ten zu Ende zu brin­gen. Als Autor musst Du dei­nen inne­ren Schwei­ne­hund über­win­den kön­nen, damit du auch an schwe­ren Tagen nicht auf­gibst.
Für James N. Frey, Autor und Dozent für Krea­ti­ves Schrei­ben in den USA, ist Selbst­dis­zi­plin sogar eine der wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten, um erfolg­reich Romane zu schreiben.² Womit er zwei­fels­frei recht hat.
Doch auch Selbst­dis­zi­plin ist nicht alles. Viele dis­zi­pli­nierte Men­schen haben noch kein gutes Buch geschrie­ben. Die Liebe zu Geschich­ten, der Wunsch, dar­aus einen Roman zu machen und gute Ideen sind min­des­tens ebenso wich­tig.
Auf der ande­ren Seite gibt es auch Schrift­stel­ler, denen man das Prä­di­kat „Selbst­dis­zi­plin“ nicht unbe­dingt ver­lei­hen würde. Den­noch haben sie es geschafft. Wenn du dich also für das Schrei­ben inter­es­sierst, dich aber im All­ge­mei­nen für nicht sehr dis­zi­pli­niert hältst, soll­test du dich von der For­de­rung nach Dis­zi­plin nicht gleich abschre­cken las­sen. Ver­stehe mich nicht falsch – du wirst nur mit einem gewis­sen Maß an Durch­hal­te­ver­mö­gen als Autor erfolg­reich sein. Aber diese und andere wich­tige Eigen­schaf­ten ste­cken viel­leicht schon in dir, ohne dass du es ahnst!
Woher ich das weiß? Aus Erfah­rung – im Unter­richt erlebe ich genau das immer wieder:

Wenn Schü­ler einen star­ken inne­ren Antrieb haben, kön­nen sie über sich hin­aus wach­sen und Groß­ar­ti­ges erreichen.

Ein fes­ter Wunsch ver­leiht Fähig­kei­ten, die zuvor oft gar nicht erkenn­bar waren. Ich bin über­zeugt: Jeder, der einer sol­chen inne­ren Lei­den­schaft folgt, kann ein fan­tas­ti­sches Buch schrei­ben.
Das ist die wich­tigste Eigen­schaft eines erfolg­rei­chen Autors: Ein inne­res Feuer, die Lei­den­schaft für eine Geschichte, der starke Wille, es zu schaffen.

Wenn du also eine Idee hast, die dir nicht mehr aus dem Kopf geht, dann ist der Grund­stein für eine wirk­lich gute Geschichte gelegt.
Wenn du dich gerne in diese Idee hin­ein träumst, dann kannst du Autor wer­den. Wenn du den Wunsch hast, deine Geschichte auf­zu­schrei­ben oder aber auch nur den Drang, sie bes­ser ken­nen zu ler­nen, dann kannst du ein Buch schreiben.

Am Anfang brauchst du dazu vor allem 3 Dinge:

  • Zeit (Anfan­gen kön­nen wir mit 10 Minu­ten am Tag.)
  • eine Idee
  • eine erste Anleitung

Wenn du dar­über hin­aus die grund­le­gen­den Tech­ni­ken des krea­ti­ven Schrei­bens erlernst, stei­gen deine Chan­cen, auch einen Ver­lag für dein Buch zu fin­den.
Je mehr Zeit du inves­tierst und je här­ter du an dei­nen Tex­ten arbei­test, umso mehr Leser wirst du für dein Buch begeistern.

Quel­len:
¹ https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Nora-Roberts/p39116.rhd (21.03.2021)
² Frey, James N.: Wie man einen ver­dammt guten Roman schreibt. Köln: Emons Ver­lag, 2. Auf­lage 2016 S. 191

Wie schwer ist es, ein Buch zu schreiben?

Ein Buch zu schrei­ben ist unglaub­lich schwer – an man­chen Tagen.

Ein Buch zu schrei­ben ist erstaun­lich ein­fach und macht mehr Spaß als alles andere – an man­chen Tagen.

Die­ser Wider­spruch wur­zelt in der Natur de Schrei­bens selbst. Ein Buch zu schrei­ben ist etwas sehr Per­sön­li­ches, das unheim­lich viel Mut erfor­dert. Sich auf das Schrei­ben eines Romans ein­zu­las­sen ver­langt jedem Autor viel ab. Und das klappt nicht an jedem Tag.

Gelingt es, ist das Erfolgs­er­leb­nis über­wäl­ti­gend und das Schrei­ben geht leicht von der Hand.

An man­chen Tagen klappt es jedoch ein­fach nicht. Manch­mal läuft es sogar so schlecht, dass man am liebs­ten alles hin­schmei­ßen möchte.

Wenn man Bücher schrei­ben möchte, ist der innere Antrieb daher entscheidend.

Für man­che Autoren ist es z.B. der Wunsch, eines Tages sei­nen Namen auf einem Buch­rü­cken gedruckt zu sehen. Oder den Buch­ti­tel ganz oben auf der Best­sel­ler­liste. Oder das Cover im Regal der Lieblingsbuchhandlung.

Für andere wie­derum ist es die fan­tas­ti­sche Reise des Schrei­bens selbst: Das Ein­tau­chen in die eigene Fan­ta­sie, das Erschaf­fen neuer Figu­ren und gan­zer Wel­ten, das Ent­de­cken immer neuer Geschich­ten. Schrei­ben ist wie eine Reise ohne Gren­zen & ohne Beschrän­kun­gen. Es ist ein Aben­teuer, immer span­nend, manch­mal beängs­ti­gend und immer wie­der neu.

Unab­hän­gig davon, woher deine Moti­va­tion kommt: Wenn du den inne­ren Wunsch hast, einen Roman zu schrei­ben, dann kannst du auch die schwie­ri­gen Tage meistern.

In die­ser pro­ble­ma­ti­schen Pha­sen hel­fen diese Tipps:

  1. Ent­wickle eine pro­fes­sio­nelle Ein­stel­lung zu der Arbeit als Autor.
  2. Suche Rück­halt bei Fami­lie und Freunden.
  3. Hole Rat von erfah­re­nen Autoren und Schreib­coa­ches. Men­tale Hemm­nisse muss man nicht aus­sit­zen. Mit Schreib­coa­ching kann man ler­nen, Schreib­blo­cka­den und andere Pro­bleme zu über­win­den. Und wenn die Muse ein­mal Pause macht, hel­fen Kennt­nisse über Schreib­tech­ni­ken, den­noch voranzukommen.

Also – nur keine Scheu! Wenn Du ein Buch schrei­ben willst – fang heute noch an! Pro­bleme las­sen sich lösen – ich helfe Dir gerne dabei.

Brauchst du einen Schreib­coach, Dozen­ten oder Leh­rer für Krea­ti­ves Schreiben?

Nein, den brauchst du nicht. Das ist so wie bei jedem ande­ren Hobby. Schrei­ben kannst du dir ebenso selbst bei­brin­gen wie Ten­nis spie­len. Sieh den Pro­fis zu und ahme sie nach. Lies ein paar Rat­ge­ber. Hole dir Tipps bei Autoren und in Foren. Dann Übe:

Schreibe. Und schreibe. Und schreibe.

Eine Liste mit hilf­rei­chen Schreib­rat­ge­bern, Autoren­fo­ren und Inter­net­sei­ten fin­dest du am Ende des Artikels.

Alleine kannst du also auch ler­nen, wie man Bücher schreibt. Doch wie beim Ten­nis kommt man auch beim Schrei­ben mit einem Coach schnel­ler voran. Denn:

Coaching & Schreib­kurse sind effektiv.

Coaching & Schreib­kurse sind persönlich.

Coaching & Schreib­kurse för­dern Moti­va­tion und Freude am Schreiben.

 

Das ist wie mit dem Homes­coo­ling: Alleine kann man schon auch ler­nen, aber mit einem Leh­rer klappt es eben doch viel bes­ser.
Coaching ist also etwas, das man WILL – nicht braucht – um Autor zu wer­den. Mit dem rich­ti­gen Coach kommst du schnel­ler zum Ziel und sparst gleich­zei­tig Ner­ven. Du lernst effek­tiv und bekommst einen erfah­re­nen Part­ner an dei­ner Seite, der für dei­nen Erfolg eintritt.

Anders als ein gedruck­ter Rat­ge­ber kann ein Coach dabei auf deine indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse ein­ge­hen, gibt pass­ge­naue Tipps und Feed­back – ein wich­ti­ges Instru­ment um bes­sere Texte zu schreiben.

 

Gönne dir also etwas und buche noch heute dei­nen Wunsch­kurs oder dein indi­vi­du­el­les Schreib­coa­ching! Ich freue mich auf dich!

Eine Aus­wahl emp­feh­lens­wer­ter Schreibratgeber:
  • Frey, James N.: Wie man einen ver­dammt guten Roman schreibt. Köln: Emons Verlag.
  • Ein guter Anfang, wenn man Grundlagen des krea­ti­ves Schrei­ben ler­nen will.
  • Roent­gen, Hans Peter: Drei Sei­ten für ein Exposé, Schreib­rat­ge­ber. Groß Umstadt: Sie­ben­Ver­lag, 2010
  • Einer von sehr weni­gen Rat­ge­bern zum Thema Exposé. Emp­feh­lens­wert für ambi­tio­nierte Schrei­ber, die eine Ver­lags­ver­öf­fent­li­chung anstreben.
  • Schi­korsky, Isa: Hel­den, Hel­fer und Halun­ken. Per­fekte Figu­ren für ihren Roman. Ein Schreib­rat­ge­ber. Nor­der­stedt: BoD – Books on Demand, 2014
  • Für Anfän­ger ebenso geeig­net wie für Fort­ge­schrit­tene, die an ihren Figu­ren fei­len möchten.

Autoren­fo­ren:

Ein Best­sel­ler-Autor, der auf sei­ner Home­page Fra­gen zum Schrei­ben beantwortet:

Wie schreibe ich ein Buch?

Ein Buch schrei­ben kann man auf unter­schied­li­che Weise. Wel­che die rich­tige Methode ist, hängt davon ab, wel­cher Schreib­typ du bist:

1. Methode: Krea­tiv & frei

Du kannst dich hin­set­zen und ein­fach los­le­gen. Beginne am Anfang der Geschichte, schreibe nach Gefühl und lass die guten Ideen in deine Text flie­ßen. Über­lege Seite für Seite, wie sich die Geschichte ent­wi­ckeln muss, wel­che Figu­ren han­deln und warum sie das tun. Schwä­chen in Hand­lung, Text oder Figu­ren kannst du nach der Fer­tig­stel­lung des Manu­skripts überarbeiten.
Für diese Methode ist es beson­ders wich­tig, dass du einen Ort schaffst, der deine „Schreib­stim­mung“ akti­viert. Du musst leicht in deine Geschichte hin­ein­fin­den. (Im Online-Kurs Basic I kannst du ler­nen, wie das geht.)
Ebenso wich­tig ist täg­li­ches Schrei­ben, um nicht den Faden der Geschichte zu ver­lie­ren. Eher unge­eig­net ist diese Methode für Schrei­ber, die durch Job und Fami­lie stark gefor­dert sind und teil­weise mehr­wö­chige Schreib­pau­sen ein­le­gen müssen.

2. Methode: Plan­voll & strukturiert:

Ein guter Plan spart Zeit und Ner­ven. Das gilt auch für Romane. Die sorg­fäl­tige Pla­nung eines Romans umfasst die Ent­wick­lung von Figu­ren, Kon­flik­ten und Hand­lung. Sind diese Vor­ar­bei­ten geschafft, wird ein detail­lier­ter Kapi­tel­plan oder ein Sze­nen­plan ange­fer­tigt. An die­sem Gerüst kann man sich nun Stück für Stück ent­lang arbeiten.
Der Vor­teil die­ser plan­vol­len Her­an­ge­hens­weise ist: Man muss wesent­lich weni­ger Zeit und Mühe in die Über­ar­bei­tung des Buches ste­cken. Zudem kann man jeder­zeit das Schrei­ben unter­bre­chen und fin­det spä­ter leicht wie­der hinein.
Wer gerne plan­voll han­delt, wird diese Methode lie­ben. Nach­teil: Ein detail­lier­ter Plan kann ein­engend wir­ken und die Krea­ti­vi­tät hemmen.

3. Methode: Struk­tu­rierte Kreativität

Pla­nung gibt Sicher­heit und moti­viert. Doch als Autorin erlebe ich immer wie­der, dass neue, teils bes­sere Ideen wäh­rend des Schrei­bens kom­men. Und es macht eine Menge Spaß, diese ein­zu­bauen. „Struk­tu­rierte Krea­ti­vi­tät“ ver­eint daher die Vor­teile der bei­den vor­an­ge­gan­ge­nen Strategien.

So geht‘s:
Lege zunächst eine grobe Struk­tur der Geschichte fest und plane nur das jeweils nächste Kapi­tel detail­liert vor­aus. So kannst du auch wäh­rend des Schreib­pro­zes­ses leicht Ände­run­gen am Hand­lungs­plan und in den Figu­ren vor­neh­men, wenn sich bes­sere Ideen einstellen.
Wie viel Struk­tur du dei­ner Arbeit dabei geben möch­test, bleibt dir über­las­sen. Es gibt zahl­rei­che Über­gangs­for­men. Wich­tig ist, dass du dich mit dei­ner Arbeits­weise wohl fühlst!

Vor­teil: Der grobe Rah­men gibt dir als Autor Sicher­heit, den rich­ti­gen Weg zu gehen. Er engt dich jedoch nicht zu sehr ein. So kannst du dich ganz dei­ner krea­ti­ven Ener­gie hingeben.

Geeig­net ist diese Methode vor allem für Autoren, die nicht jeden Tag zum Schrei­ben kom­men: Berufs­tä­tige bei­spiels­weise, Eltern oder/und pfle­gende Ange­hö­rige. „Struk­tu­rierte Krea­ti­vi­tät“ ist in die­ser Lebens­si­tua­tion ein gutes Mit­tel, um das große Pro­jekt „Roman“ in den Griff zu bekom­men und den­noch den Spaß der krea­ti­ven Reise zu erleben.

Doch allen Her­an­ge­hens­wei­sen ist eines Gemein­sam: Um ein gutes Buch zu schrei­ben, braucht man am Anfang gute Ideen.

Am Anfang braucht man gute Ideen

Am Anfang jeder guten Geschichte steht immer eine gute Idee. Sammle also Ideen für deine Geschichte und schreibe sie auf. Beson­ders wert­voll sind dabei Ideen zu den (Haupt-)Figuren dei­ner Geschichte, deren Beson­der­hei­ten und Problemen. 

Wo und wie bekommt man gute Ideen?
Über­all und nir­gends, indem man es will, aber auch indem man gar nicht dar­über nach­denkt. Wo und wie genau ein Autor Inspi­ra­tion fin­det, ist eine indi­vi­du­elle Sache. Ganz all­ge­mein stel­len sich gute Ideen vor allem dann ein, wenn man beson­ders ent­spannt ist, z.B. kurz vor dem Ein­schla­fen, wenn man nach einem guten Arbeits­tag auf der Couch liegt und ein Glas Wein trinkt. Beim Spa­zie­ren gehen, beim Sport, beim Angeln, beim Kuchen backen, kurz vor dem Ein­schla­fen. Auch wäh­rend des Schrei­bens kom­men oft Ideen.
Ganz sel­ten jedoch stel­len sich gute Ideen ein, wenn man sich an den Schreib­tisch setzt und „Kapi­tel 1“ auf ein wei­ßes Blatt schreibt. 

Ideen kom­men meist unge­plant, daher rate ich zu Beginn jedem Schreib­schü­ler, sich ein Notiz­buch anzu­schaf­fen und es immer (auch nachts) in Griff­weite zu haben. Durch einen pro­fes­sio­nel­len Umgang mit Notiz­bü­chern kann man bereits vor dem eigent­li­chen Schrei­ben des Manu­skripts eine sehr gute Geschichte anlegen. 

Hier eine Aus­wahl an hilf­rei­chen Tipps dazu: 

  1. Finde her­aus, wann und wo beson­ders häu­fig gute Ideen in dir ent­ste­hen. Suche diese Orte bewusst und regel­mä­ßig auf. 
  2. Führe stets ein Notiz­buch bei dir, ins­be­son­dere an inspi­rie­ren­den Orten.
  3. Notiere täg­lich deine Ideen – so sam­melst du im Laufe der Zeit einen Ideen-Vor­rat, aus dem du dann am Schreib­tisch schöp­fen kannst.

Wenn Du mehr zum rich­ti­gen Umgang mit Notiz­bü­chern und Ideen ler­nen möch­test, emp­fehle ich Dir eine Lern­ein­heit aus dem Basis­kurs für Anfän­ger (Online­kurs Basic I: Grundlagen des krea­ti­ven Schrei­bens „Ideen haben und sich organisieren“).

Du hast Ideen – und dann?

Wenn du eine Idee hast, folgt der Rest der Geschichte nicht auto­ma­tisch. Damit ein gan­zer Roman aus dei­ner Idee ent­steht, musst du wei­tere Ideen hin­zu­fü­gen und diese wei­ter­den­ken und ent­wi­ckeln. Gute Ideen erkennst du, indem du sie „aus­pro­bierst“. Bei­spiels­weise kannst du Figu­ren auf Pro­bleme tref­fen las­sen und eine Szene dazu schrei­ben. Wenn deine Figur stark und inter­es­sant han­delt, ist deine Idee höchst­wahr­schein­lich gut.

Ent­wickle Deine Ideen nun har­mo­nisch wei­ter. Figu­ren, Kon­flikte und Hand­lung müs­sen abge­stimmt wer­den, damit eine gute Geschichte ent­steht. Das ist müh­sam, doch wenn du Ent­wick­lungs- und Schreib­ar­beit geschickt kom­bi­nierst, geht dir das Schrei­ben dei­nes Buches spä­ter umso leich­ter von der Hand.

Auf gute Ideen muss man nicht warten.

Wie man „auf Kom­mando“ gute Ideen hat, wie man mit Ideen umgeht und wie man gute Ideen sys­te­ma­tisch aus­baut, kann man ler­nen. Ich habe eigene Lern­ein­hei­ten dafür ent­wi­ckelt – du fin­dest sie eben­falls im Kurs Basic I. (Die Ele­mente kön­nen auch ein­zeln gebucht werden.)

Auch ohne Kurs kannst du nun bereits los­le­gen – wenn die Idee aus dir her­aus­drängt und dich die Schreiblust packt. Wenn du keine wei­tere Ermu­ti­gung brauchst und deine Fin­ger end­lich tip­pen wol­len: DANN FANG GLEICH AN!
Frei nach dem Motto: Schrei­ben lernt man nur durch Schrei­ben. Druck dir noch die fol­gende Kurz­an­lei­tung aus und schreib los!

Ein Buch schrei­ben – Kurzanleitung

  1. Sammle Ideen für deine Geschichte.
  2. Ent­wickle Ideen wei­ter, bis du Figu­ren, Kon­flikt und Hand­lung dei­ner Geschichte gut kennst.
  3. Recher­chiere gründlich.
  4. Lege die Struk­tur dei­ner Geschichte fest. Ob grob oder detail­liert ist Typ­sa­che. Doch eine Geschichte schreibt sich meist bes­ser, wenn man weiß, wo man hin will.
  5. Suche einen guten Anfang für deine Geschichte.
  6. Über­lege vor jedem Kapi­tel, was der Sinn die­ses Kapi­tels ist. Notiere Haupt­kon­flikt, betei­ligte Figu­ren und Stimmung. 
  7. Sammle Worte und Meta­phern, die diese Stim­mung gut trans­por­tie­ren. Notiere even­tu­ell wich­tige Dia­log­zei­len. Fühle dich in die Figu­ren ein und lass sie nun han­deln. Schreibe nun die Szene und das Kapitel.
  8. Plane und schreibe in die­ser Weise wei­tere Kapitel.
  9. Prüfe von Zeit zu Zeit, ob du den Plan für Hand­lung und Figu­ren­ent­wick­lung anpas­sen musst. Einige Hand­lungs­op­tio­nen erge­ben sich erst wäh­rend des Schreibens.
  10. Wenn es nicht mehr wei­ter­geht, arbeite an den Grundlagen: Figu­ren, Kon­flikt und Hand­lung. Ent­wickle neu und / oder tiefer.
  11. Über­ar­beite dein Manu­skript zunächst inhalt­lich. Prüfe Logik, Figu­ren, Span­nungs­bo­gen der Geschichte.
  12. Über­ar­beite danach sprach­lich. Achte auf die Les­bar­keit, Wort­wahl & Stil und strei­che alles Überflüssige.
  13. Suche Test­le­ser und sei dank­bar für kon­struk­tive Kri­tik (auch, wenn es weh tut). Arbeite ihre Anre­gun­gen ein.

Immer wie­der eine Her­aus­for­de­rung: Zeit zum Schrei­ben finden

Egal, wel­che Methode Du wählst: Bücher schrei­ben erfor­dert jede Menge Zeit. Erfolg­rei­che Autor beschäf­ti­gen sich täg­lich mit guten Geschich­ten sowie dem Schrei­ben und Lesen von Büchern.

Wie man Zeit zum Schrei­ben fin­det – 3 Tipps:

  1. Ver­zicht: Finde eine zeit­in­ten­sive Akti­vi­tät in der Woche auf die du ver­zich­ten kannst und ersetze sie durch „Schreib­zeit“.
  2. Pla­nung: Gute Pla­nung spart Zeit. Kom­bi­niere bei­spiels­weise Ein­käufe mit Arzt­be­su­chen oder der Musik­stunde der Kinder.
  3. Frü­her auf­ste­hen: Bei 15 Minu­ten am Tag sind das in einem Jahr bereits mehr als 90 Stunden.

Wie man Zeit fin­det und sinn­voll nutzt, kann man ler­nen. Ich biete dazu in mei­nen Kur­sen eigens Lern­ein­hei­ten zur Orga­ni­sa­tion des Autore­n­all­tags an.

Auch Schreib­kurse sind ein effek­ti­ves Mit­tel, um Zeit zu spa­ren. Man lernt die grund­le­gen­den Tech­ni­ken des Schrei­bens mit wenig Zeit- (und Geld-) auf­wand. Beson­ders wert­voll sind dabei Kurse, die eine pra­xis­taug­li­che Anlei­tung zum Schrei­ben des ers­ten eige­nen Buches beinhalten.

Für Anfän­ger, die schnell und sicher ler­nen möch­ten, wie man ein Buch schreibt, habe ich spe­zi­ell meine bei­den Basis­kurse „Basic I Grundlagen des krea­ti­ven Schrei­bens“ und „Basic II: Von der Kom­po­si­tion zum Roman“ entwickelt.

 

Schau ein­fach mal rein – viel­leicht ist das rich­tige Ange­bot für dich dabei. Die Kurs­ele­mente sind auch frei kombinierbar.

Ein Buch schrei­ben – Tipps:

Tipp 1: Schrei­ben lernt man nur durch Schrei­ben. Schreibe daher jeden Tag an dei­ner Geschichte, wenigs­tens einen Absatz.

Tipp 2: Lerne grund­le­gende Tech­ni­ken des krea­ti­ven Schreibens.

Tipp 3: Plane deine Geschichte vor­aus, aber bleibe flexibel.

Tipp 4: Sei bereit, dich von eini­gen lieb­ge­won­ne­nen Ideen zu tren­nen. Erlaube dir, sie durch bes­sere zu ersetzen.

Tipp 5: Inves­tiere viel Zeit und Mühe in Figu­ren­ent­wick­lung. Gelun­gene Figu­ren schrei­ben (bei­nahe) von selbst gute Geschichten.

Tipp 6: Suche Orte & Zei­ten, die dir gute Ideen, Inspi­ra­tion und Schrei­b­en­er­gie liefern.

Tipp 7: Lass dich nie – NIE NIE NIE – ent­mu­ti­gen. Rück­schläge wer­den ebenso kom­men wie demo­ti­vie­rende Kom­men­tare. Schluck es ein­fach irgend­wie run­ter und folge wei­ter dei­nem Traum. Die guten Tage kom­men auch wieder.

Tipp 8: Setze dir klare Ziele und Teil­ziele. Unter­teile deine Arbeit in Por­tio­nen, die du in einer bestimm­ten Zeit­ein­heit, z.B. einer Woche, schaffen kannst.

Tipp 9: Belohne dich für jedes erreichte Teilziel.

Tipp 10: Schreibe eine Seite dar­über, warum du die­ses Buch schrei­ben möch­test. Schreibe all die für dich per­sön­lich wich­ti­gen Gründe hier­für auf (am bes­ten ganz vorne in dein Notiz­buch oder hänge die Seite über dei­nem Schreib­tisch an die Wand).

 

Tipp: Den inne­ren Schwei­ne­hund überwinden

Bereite deine Schreib­ar­beit vor: Lege z.B dein Notiz­buch geöff­net auf dei­nen Schreib­tisch. Schreibe am Abend die Über­schrift der Szene / des Kapi­tels / der Schreib­übung, die du dir für den nächs­ten Tag vor­nimmst, auf eine leere Seite und lasse den Stift dar­auf liegen.

Alter­na­tiv / Ergän­zend dazu:
Erstelle eine Desk­top-Ver­knüp­fung der Text­da­tei, an der du wei­ter­ar­bei­ten möch­test. Plat­ziere die Datei in der Mitte des Desk­tops, sodass sie dir ins Auge sticht, wann immer du den PC ein­schal­test. Das kann dein aktu­el­les Manu­skript sein oder auch eine Figu­ren-Datei, Schreib­übung, Ideensammlung, …

Die Umset­zung ist varia­bel – es gilt stets fol­gen­des Prin­zip:
Baue Hür­den ab, die das Schrei­ben erschwe­ren. Mach dir das Schrei­ben so leicht wie mög­lich. Bereite das Schrei­ben bereits am Abend vor. Nimm dir fest vor, zu schrei­ben, und gehe mit die­sem Vor­satz schlafen.